LogiMAT 2017

Die LogiMAT 2017, 15. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, setzt mit ihrem Rahmenprogramm neue Maßstäbe. Mit insgesamt 34 Informationsveranstaltungen – davon 31 Fachforen mit mehr als 100 Referenten sowie drei seriellen Live-Events – und zahlreichen Vorträgen von Ausstellern auf dem „Forum Innovationen“.

Innerhalb der LogiMAT zeigen Aussteller Lösungen zu E-Commerce und Omnichannel für Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung im Rahmen der TradeWorld.

FORUM: MEHRWERT DURCH INDUSTRIE 4.0? ROADMAP FÜR DEN MITTELSTAND!

Wie digitale Transformation den Mittelstand erfolgreich macht

Donnerstag, 16. März 2017 von 14:00 bis 15:30 Uhr, Forum A, Halle 1

Moderation: Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung, EffizienzCluster Management GmbH, Mülheim an der Ruhr
Drei Referenten, drei Blickwinkel, eine Fragestellung: Wie lässt sich durch Industrie 4.0 Mehrwert für den Logistik-Mittelstand erzeugen?

Auf dem LogiMAT Fachforum (Donnerstag, 16.03.2017 von 14:00 bis 15:30 Uhr, Forum A, Halle 1) des EffizienzCluster LogistikRuhr und der agiplan GmbH berichten der Komponentenhersteller Interroll, das Intralogistik*-Systemhaus viastore und der Immobiliendienstleister JLL über ihre Standpunkte und ihren Stand in Sachen Digitalisierung. In derselben Sequenz wird eine Methodik vorgestellt, wie Industrie 4.0-Anwendungen nutzbringend von mittelständischen Unternehmen eingeführt werden können.

Für den Mittelstand ist nicht die technische Machbarkeit der Digitalisierung von Objekten und Prozessen ausschlaggebend, sondern vielmehr unternehmerische Faktoren, das haben Umfragen immer wieder gezeigt. Gleichzeitig ist es für ein mittelständisches Logistik- oder Produktionsunternehmen schwer, in dem Dschungel an Anwendungen, Schnittstellen und Standards den Überblick zu behalten: Welche Prozesse müssen beherrscht werden, welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Wem gehören die Daten? Und wie lassen sich gut begründete Investitionsentscheidungen treffen?

Das Fachforum gibt auf diese Fragen zweierlei Antworten: 1. In Form von Best Practices, Erfahrungsberichten und Einschätzungen von Unternehmen aus unterschiedlichen Sparten der Logistik. 2. In Form einer Vorgehensweise, mit der Mittelständler ihre Prozesse digitalisierungsfähig machen können, um dann in die passenden (= wertschöpfenden) Anwendungen zu investieren und diese stufenweise einzuführen.

Die Moderation des Forums übernimmt Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführer der EffizienzCluster Management GmbH und Geschäftsführender Gesellschafter der agiplan GmbH.

Als Referenten sind zu Gast:

Frank Weber, Head of Industrial Agency, Jones Lang LaSalle JLL, einem Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich, mit einem Schwerpunkt auf Logistikimmobilien.

Philipp Hahn-Woernle, Geschäftsführer der viastore Systems GmbH, einem internationalen Systemanbieter für Intralogistik und WMS Software

Dr. Ralf Garlichs, Vorstand Produkte und Technologie der Interroll AG, einem der weltweit führenden Anbieter von Intralogistik Produkten und Dienstleistungen

FORUM: AGILITÄT IN DER SUPPLY CHAIN

Nutzerzentrierte Innovationen & Lösungen im Team entwickeln

Donnerstag, 16. März 2017 von 11:45 bis 13:00 Uhr, Forum F, Halle 4

Moderation: Bettina Bohlmann, Managing Partner, 3p procurement branding GmbH, Köln; Mitwirkende bei der Fachkonferenz EXCHAiNGE 2017

Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt ist ein nicht mehr aufzuhaltender Veränderungsprozess. Wie die digitale Transformation im eigenen Unternehmen, in der Supply Chain, konkret gelingen mag, ist für viele Akteure jedoch unklar. Als sei diese Aufgabe nicht anspruchsvoll genug, so „blitzt“ in dieser „Nebelwolke“ ein weiterer Begriff auf, der einerseits ähnlich schwer zu fassen scheint, dessen Notwendigkeit jedoch nicht mehr angezweifelt wird: Wir sprechen von „Agilität“.

„Die Organisation, die Teams, die Mitarbeiter müssen agiler werden!“, heißt es also allerorts. Doch was bedeutet das?

Agilität bedeutet für eine Organisation, auf Kundenbedürfnisse und Veränderungen vorausschauend und ebenso spontan adaptiv, im Sinne der eigenen Zielverfolgung, zu (re)agieren, Dies erfordert das Beobachten, Erkennen und das systemische Bewerten von Entwicklungen, um mögliche Wirkungsmechanismen und Chancen zu antizipieren.

Agilität braucht Vorbilder, Strukturen und Rahmenbedingungen, die den Organisationsmitgliedern den notwendigen Raum, Zielrichtung und Entscheidungsfreiheit geben. Und selbstredend haben die prozesslenkenden Methoden, wie Design Thinking, einen agilen Charakter.

Agilität wird jedoch in erster Linie durch die in der Organisation vorhandenen Denkweisen und Verhaltensmuster, den sogenannten Mindsets der beteiligten Akteure, verkörpert. Spätestens hier kommen nun die sogenannten T-Profile zum Einsatz. Akteure, die gekennzeichnet sind durch ein tiefes Fach- und Prozesswissen sowie ein selbstbewusstes Verständnis der eigenen Rolle, einer kommunikativen Offenheit, einer ausgeprägten Neugierde und Lust, sich mit Veränderungen und anderen Menschen auseinanderzusetzen.

Einer der häufigsten Gründe für das Scheitern einer angestrebten Transformation: Die Kultur passt nicht, da eine zu geringe Fehlertoleranz, Angst vor Verlust der eigenen Bedeutsamkeit und Macht herrscht.
Macht wird zwar nicht abgeschafft, aber an flexible, Hierarchie überlappende interdisziplinäre Teams übertragen. Die Thematisierung von Verlustängsten und Widerständen ist somit essentiell für das Gelingen eines Transformationsprozesses.

Was bewirkt Agilität schließlich in der Supply Chain?
Agilität wird für nutzerzentrierte Lösungen (Produkte) sowie für weitere Optimierungen der Wertflüsse, von der Produktidee, Beauftragung bis zur Monetarisierung, sorgen.

Ist Agilität ein Anker in diesen Zeiten? Im Sinne von „Festhalten“? Wohl kaum.
Ist Agilität ein Heilsbringer? Nur dann, wenn sich die Führungsmannschaft einig ist, gemeinsam, zielgerichtet, mit einem ganzheitlichen Ansatz vorzugehen. Und dabei die eigene Führungsmacht genauso zu hinterfragen bzw. der Zielerreichung zu unterwerfen, wie eine Veränderungsbereitschaft von den Mitarbeitern einzubringen ist.

In unserer Session diskutieren wir mit Entscheidungsträgern, wie sie diesen Transformationsprozess erfolgreich begehen, welche kritischen Momente und falsche Entscheidungen sie überwunden haben.

 

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